Parodontologie

Parodontologie - die Behandlung von Parodontose

parodontose-wiesbaden-zahnarztUnter Parodontose verstehen die meisten Patienten Entzündungen und Rückgang des Zahnfleisches, Abbau des Kieferknochens, Lockerung der Zähne und schließlich den  Zahnverlust. Der Fachmann unterscheidet allerdings verschiedene Stadien, Formen und Ursachen für den  Rückgang des Kieferknochens.

Es gibt zum einen den natürlichen Altersabbau des  Kieferknochens. Dieser Rückgang ist aber so langsam, dass er auch bei einem sehr langen Leben niemals zu einem  Zahnverlust führen kann.

Weiterhin kann der Knochen durch Fehlbelastungen der Zähne  abgebaut werden, auch durch schlecht sitzende Prothesen. Hier  kann der  Zahnarzt dann rechtzeitig eingreifen, wenn man ihn  regelmäßig zweimal im Jahr aufsucht, ihm von möglicherweise vorhandenen Beschwerden berichtet  und Beobachtungen mitteilt (kälteempfindliche Zähne, sichtbare Zahnhälse, Druckschmerz beim Kauen). Der  Zahnarzt kann aufgrund der Symptome und seiner  Untersuchungen schnell  entscheiden, ob etwas zu tun ist und  was man tun kann.

Die häufigste Ursache für Zahnfleischschwund und lockere  Zähne ist jedoch die Entzündung, die durch eine nicht ausreichende Mundhygiene hervorgerufen wird. Ich möchte  noch einmal den Satz aus dem Abschnitt Zahnpflege wiederholen:

EIN SAUBERES ZAHNFLEISCH ENTZÜNDET SICH NICHT!

Genau hier liegt das Problem: die Reinigung; und hier sollte man  zusammen mit dem Zahnarzt arbeiten, um den richtigen Umgang mit den Solobürstchen, Solostix etc. zu  lernen.

Wenn es aber nun einmal passiert ist, was ist dann zu tun? Die  Parodontose hat verschiedene Stadien, die unterschiedliche  Behandlung  verlangen.

1. Stufe:

Hierunter verstehen wir eine Entzündung nur des  Zahnfleisches, der Knochen ist nicht befallen. Harte und weiche Beläge befinden sich häufig auf den Zahnflächen und  immer in den Zahnfleischtaschen. Das Zahnfleisch ist gerötet und blutet bei Berührung mit einem  speziellen Instrument, einer Parodontalsonde. Das Zahnfleisch  blutet auch  häufig beim Zähneputzen – das sollte immer ein  Alarmsignal sein. Ich habe immer wieder erlebt, dass Patienten es für normal halten, wenn das  Zahnfleisch beim Putzen blutet; sie waren dann oftmals ganz verblüfft, wenn ich ihnen versichert habe, das  Zahnfleisch nicht bluten darf, das mein Zahnfleisch und das meiner Helferinnen nie blutet. In diesem Stadium ist es  erforderlich, eine gründliche Zahnreinigung vornehmen zu lassen, Zahnstein zu entfernen, auch unterhalb  des Zahnfleisches und unter Anleitung eine korrekte Zahnpflege zu erlernen. Wenn das erfolgreich  durchgeführt wird, heilt die Erkrankung folgenlos ab.

2. Stufe:

Jetzt ist nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch der  Knochen befallen. Wenn die Bakterien aus den Belägen in den Knochen eindringen, reagiert er auf diese  Infektion mit Abbau. Der Kieferknochen kann nicht, wie etwa das Zahnfleisch, bei einer Infektion anschwellen, bluten  oder schmerzen, sondern er reagiert, indem er sich zurückzieht, ganz undramatisch, ohne Schmerzen, es  muss lange Zeit gar nicht auffallen. Durch den Rückgang des Knochens wird ein Teil der Zahnwurzel nicht  mehr richtig umfasst, der Halt des Zahnes wird schwächer. Im gesunden Gebiss besteht ein Drittel des Zahnes  aus Krone und zwei Drittel aus Wurzel, und diese zwei Drittel sollen fest im Knochen verankert sein. Ich  möchte es an einem Vergleich erläutern, auch wenn dieser Vergleich ein wenig hinkt: wenn man ein Bild an die  Wand nageln will, so schlägt man den größten Teil des Nagels in die Wand, den kleinsten nimmt man, um das  Bild zu befestigen. Würde man den größten Teil des Nagels draußen lassen, wäre es eine Frage der Zeit,  bis das Bild von der Wand fällt. Nun hat der Nagel nur ein Bild zu halten, und dieses Bild hängt ruhig. Der  Kieferknochen hat jedoch die Zahnwurzel zu halten, und
auf den Zahn wird während des Kauens ein ständig wechselnder  Druck aus verschiedenen Richtungen ausgeübt, so als würde ständig jemand anders an dem Bild hängen und  hin und her schaukeln. Ich denke, dieser Vergleich macht deutlich, wie wichtig es ist, dass die Wurzel ausreichend  tief im Knochen steckt.

Bei nicht zu weit fortgeschrittenem Knochenverlust wird der  Zahnarzt den Kiefer betäuben, danach mit Handinstrumenten die  Knochentaschen säubern und die Wurzeloberflächen glätten.  Bei größerem Knochenabbau kann es notwenig werden, das  Zahnfleisch zu  lösen, unter Sicht die Knochentaschen zu  säubern und das Zahnfleisch hinterher wieder zu vernähen. Es gibt heute  Materialien zum Knochenaufbau, man verwendet sie, um sehr tiefe Knochentaschen zu füllen und so Zähnen wieder  Halt zu geben, die noch vor einigen Jahren verloren gegangen  wären.

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